
Meine ersten Uniprüfungen rücken näher und da das Semester bisher ziemlich entspannt für mich verlief, sitze ich momentan umso ausgiebiger vor den Büchern. Zum Glück habe ich mir aber ja schöne Studienfächer ausgesucht, die mir selbst beim Lernen Freude bescheren. Heute hier deshalb ein klitzekleiner Einblick in die Geschichte der Modefotografie mit den Fotografien, die mich am meisten entzückt haben.

Edward Steichen für die Vogue USA: "Frau in einem Vionnet Kleid", 1925. Ganz avantgardistisch, ganz 20er - die Lichtführung und die Inszenierung erinnern fast ans Theater.

Erwin Blumenfeld: "Auf dem Eiffelturm - Lisa Fonssagrives", 1939. Ein übernatürlicher, fast engelsgleicher Moment: Lisa Fonssagrives tänzelt hunderte Meter über Paris in den Lüften herum und lässt dabei ihr Kleid im Wind spielen.

Cecil Beaton: "Miss Nancy Beaton", 1928 und "Paula Gellibrand", 1930. Spiel mit Licht, Verunklärung durch Lichtreflexe - die Modelle wirken fast überirdisch. Glitzer-, Glamour-, Zirkus-Assoziationen.

Auch von Cecil Beaton, für die Vogue: "Charles-James-Roben", 1948. Ein Beispiel für die enge Verknüfung vieler Werke in der Kunstgeschichte - Anlehnung an die höfische Malerei des 19. Jahrhunderts, zum Beispiel "Kaiserin Eugenie mit ihren Hofdamen", 1855, von Franz Xaver Winterhalter.


Eine Modefotografin in der DDR: Sibylle Bergemann, deren Fotografien eine Stimmung melancholischer Tristesse erwecken und gleichsam natürliche Schönheit und Anmut zeigen.


Eingerahmt wird dieser Eintrag von zwei Fotografien von Sarah Moon für den Pirelli Kalender 1972 - fast impressionistisch anmutende Bilder, die durch die starke Weichzeichnung fast wie traumhafte Gemälde wirken.